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Predigttext

Trotzdem Glauben? Moderne Wissenschaft u. Glaube
23-02-03 10:00
Alter: 8 yrs


VON: TH.ENZNER



Jesaja 40, 12-14.28; mittendrin-Themengottesdienst


Stichworte: Wissenschaft, Glaube, Gottesbeweise

 

Text: Wer misst die Wasser mit der hohlen Hand, und wer bestimmt des Himmels Weite mit der Spanne und fasst den Staub der Erde mit dem Maß und wiegt die Berge mit einem Gewicht und die Hügel mit einer Waage?

Wer bestimmt den Geist des Herrn, und welcher Ratgeber unterweist ihn?

Wen fragt er um Rat, der ihm Einsicht gebe und lehre ihn den Weg des Rechts und lehre ihn Erkenntnis und weise ihm den Weg des Verstandes? ....

Weißt du nicht? Hast du nicht gehört?

Der Herr, der ewige Gott, der die Enden der Erde geschaffen hat,

wird nicht müde noch matt, sein Verstand ist unausforschlich

(Der Prophet Jesaja 40, 12-14.28)

 

 

Wir erlebten gerade die Anbetung des Nichts...

Das ‚Nichts‘ wird heilig gesprochen und sogar angebetet:

‚Unser Nichts im Himmel, geheiligt werde ‚Nichts‘, dein Nichts komme...‘

Richtig absurd, wenn man das Vaterunser in dieses Denken überträgt..

Der Kult um das Nichts ist sehr makaber.

Da ist kein Fragen mehr, kein Suchen, sondern nur die endgültige und harte Antwort: „Es gibt nur das Nichts, die Null. Das ist der Sinn des Daseins.“

 

Das lateinische Wort ‚nihil‘, zu deutsch ‚nichts‘, gab dieser Weltanschauung den Namen ‚Nihilismus‘. Das ist die Behauptung, dass hinter allem Sein nur das kalte Nichts steht – verbunden mit der Aufforderung, diese Tatsache tapfer auszuhalten.

 

Dieser ‚Nichts-Glaube‘ duldet keine weitere Weltdeutung neben sich, schon gar nicht einen Glauben an einen persönlichen Gott.

Ich bekam vor kurzem eine e-Mail Nachricht mit dem einzigen Satz: ‚Ihr seid ja so hirnverbrannt. Es gibt keinen Gott.‘ In der Betreffzeile stand: ‚dummmmm‘ (mit 5 ‚m‘!)

 

Übrigens: Im Alten Testament duldete auch Gott nichts neben sich, - keine anderen Götter. An manchen Stellen wird den andern Göttern bescheinigt, dass sie nichts ausrichten können und deswegen ‚Nichtse‘ sind..

 

Was also nun: der lebendige Gott oder das Nichts?

Was ist richtig? Wer redet hier wahrhaftig?

Der Streit um die Wahrheit ist eröffnet....

Naturwissenschaft und biblischer Glaube liegen sich in den Haaren...

Der eine wie der andere sucht seinen Gegner mit Argumenten einzufangen oder zu schlagen...

 

(3 Bilder in Folge: Zwei Menschen begegnen sich ... mit einer Sprechblase wird der andere abgeschleppt)

 

Wir sehen es an diesem Bild: mit Schlag-worten wird das Gegenüber erschlagen und ins eigene Lager abgeschleppt.

 

So ist jedes Gespräch blockiert. Man schottet sich ab, und denkt: ‚Der andere ist der ausgemachte Feind...“ Dann wird man sich wie beim Boxkampf verhalten und versuchen, die Schwäche des andern zu erkennen, und dann richtig draufhauen.

Man wird aber so das Anliegen des andern nicht verstehen können.

 

In der Geschichte gab es öfter mal ein feindliches Gegeneinander von Glauben und Wissenschaft.

 

Der Anhänger der Wissenschaft wird zB den Bibelgläubigen vorhalten und sagen:

„Die biblischen Berichte stammen aus einer Zeit, als die Wissenschaft noch wenig entwickelt war. Was die Menschen nicht erklären konnten, führten sie auf übernatürliche Ursachen zurück. Heute erklären wir alles wissenschaftlich und erkennen, dass die biblischen Berichte überholt sind. Beweise mir erst mal Gott, dann will ich an ihn glauben.“.

 

Und der Bibelgläubige holt zum Konterschlag aus und sagt: „Für mich ist entscheidend, was Gottes Wort sagt. So wie es dasteht, glaube ich es. Die Wissenschaft entspringt sowieso dem Hochmut des Menschen, der klüger sein will als Gott.“

 

Dieses Gegeneinander von Naturwissenschaft und biblischem Glauben hat eine lange, unrühmliche Geschichte. Giordano Bruno starb 1600 auf dem Scheiterhaufen, und Galileo Galilei wurde 33 Jahre später von der Inquisition genötigt, der Lehre des Kopernikus von der Bewegung der Erde um die Sonne abzuschwören.

Und weil die Kirche den aufkommenden Forscherdrang nicht eindämmen konnte, hat man sich gern auf die Argumente der „Gottesbeweise“ versteift.

 

(In meinem Lehrbuch der Dogmatik fand ich sieben wohlklingende Gottesbeweise:

a) der kosmologische Gottesbeweis – Der Rückschluss von der Welt auf den Weltschöpfer.

b) Der henologische Gottesbeweis – Der Schluss von versch. Seinsstufen auf das höchste Sein.

c) Der teleologische Gottesbeweis – der Schluss von der Ordnung der Welt auf einen überweltlichen Ordner

d) Der moralische Gottesbeweis – aus dem Gewissen und der Moral der Menschen wird auf Gott geschlossen, der das Gewissen und das Gesetz geschaffen hat.

e) Der ethnologische Gottesbeweis – aus der Überzeugung aller Völker wird auf die Tatsache Gottes geschlossen

f) Der eudämonologische Gottesbeweis – aus dem Glückssehnsucht des Menschen wird auf ein überirdisches Glück gefolgert

g) Der ontologische Gottesbeweis – weil es die Idee ‚Gott‘ gibt, muss es die Existenz Gott geben)

 

Es war klar, dass solide Wissenschaft diesem Denken nicht mehr folgen konnten.

 

Wie kam es zu diesem schroffen Gegensatz zwischen Glauben und Wissenschaft?

 

Beide Seiten machten einen Fehler: sie berücksichtigten die Eigenart der Wissenschaft und die Eigenart des Glaubens nicht. Beide Denkweisen überschritten ihre Grenzen.

 

Aber die Wissenschaft ist nun mal kein Katechismus für Lebensfragen und die Bibel kein Lehrbuch der Naturkunde!

 

Die Glaubensaussagen vor 2000 Jahren wurden auf der Basis der damaligen Weltkenntnis geschrieben, und sie wollten - zB bei der Schöpfungsgeschichte - nicht den Ablauf der 7 Tage als verbindliche wissenschaftliche Aussage in den Vordergrund stellen, sondern die Tatsache, dass Gott der wunderbare Schöpfer ist, und dass nach bestimmten Zeitabschnitten bzw. Epochen die Schöpfung auf ein Ziel, die Erschaffung des Menschen, zuging.

 

Und wenn geschrieben steht, dass Gott die Frau aus der Rippe des Mannes geschaffen hat, dann ist das keine anatomische Aussage, sondern höchste erzählerische Kunst, um die Innigkeit von Mann und Frau geeignet darzustellen. Beide sind eben aus einem Fleisch, aus einem Stück.

 

In die heutige Zeit gebracht:

Wenn wir in unserer Sprache zB sagen: „Das Wasser geht mir bis zum Hals!“, dann wollen wir keine Aussage über den Wasserstand hier in der Kirche machen, sondern ausdrücken, dass für uns ein höchst kritischer Zustand erreicht ist, in dem wir Abhilfe brauchen.

Keiner kommt auf den Gedanken, mich der Lüge oder der Unwissenschaftlichkeit zu bezichtigen, nur weil er kein Wasser hier sieht. So ist es auch mit der Rippe.

 

Liebesgedichte, emotionales Erleben, Hingabe an einen Sinn, Begeisterung eines Menschen, Freude an Gott entzieht sich der wissenschaftlichen Beschreibung. Hören Sie einmal diesen Satz:

„Der weiche Gang geschmeidig zarter Schritte, der sich im allerkleinsten Kreise dreht,

ist wie ein Tanz um ein Mitte, in der betäubt ein großer Wille steht“

Dieser Satz des Dichters Rilke ist keine Anweisung für Tanzlehrer, noch die Sprache der Geometrie, sondern die Sprache der Hingabe.

Ähnlich, etwas nüchterner, werden Sie die Beziehung zum liebsten Menschen beschreiben. Die Liebesbeziehung zu meiner Frau kann ich nicht wissenschaftlich logisch beschreiben, ich kann sie nur subjektiv, emotional bekennen.

 

Dagegen ist die Gebrauchsanweisung für unseren Wasserkocher völlig anders beschrieben.

Unter dem Stichwort ‚Einschalten‘ steht da:

 

Sockel am Strommetz anschließen und den Wasserkocher auf den Sockel setzen (2). Gerät einschalten (3). Wenn das Wasser kocht, schaltet der Wasserkocher automatisch ab (4). Der Kochvorgang kann jederzeit unterbrochen werden, indem man den Schalter in Position „O“ bringt.

Liebessprache?, Sprache der Hingabe?, nein – es ist die Sprache des Technik, um das beschriebene Objekt vernünftig zu behandeln.

 

Zurück zur Bibel: die Bibel redet von dramatischen Begegnungen des Menschen mit Gott, seinem Schöpfer. Aber diese Geschichten entziehen sich dem wissenschaftlichen Zugriff. Wissenschaft kann nur Sprache, Kultur, Geschichte, Ärchäologie, also äußere Begleitumstände, untersuchen – aber nicht die Qualität einer Liebesbeziehung oder Gottesbeziehung.

 

Gotteserfahrung kann man nicht betrachtend, messend, justierend, also wissenschaftlich distanziert erkunden, sondern nur so, dass man sich ergreifen lässt, bzw. ergriffen wird.

Gott ist immer größer als unser Wahrnehmen, unser Denken, unsere Instrumente. Man kann ihn nicht ins Prüflabor ziehen, oder wenn, dann höchstens als einen kleinen Gott, den wir uns passend gemacht haben – also wieder so einen Götzen.

 

Theologie, die Rede von Gott, macht sich immer schuldig, wenn sie ihre Grenzen überschritten hat. Und die Wissenschaft wird ebenso schuldig, wenn sie ihre Sichtweise verabsolutiert und zu einer Weltanschauung macht.

 

Als ich in den 70-er Jahren studiert hatte, da musste man sich für den persönlichen Glauben schämen: „Tut mir leid, ich bin (immer noch) gläubig!“ Man musste sich von gestern fühlen, wenn man seinen Glauben nicht gleich wissenschaftlich untermauerte. Man musste in der Diskussion mit der Wissenschaft gut aufpassen, denn alles Übernatürliche war irgendwie komisch. Es galt als weltfremd, lächerlich, gerade noch therapeutisch gut für Kinder und für alte Leute.

 

‚Wirklich‘ erschien damals nur das, was zählbar, nachweisbar, wiederholbar war – man liebäugelte damals bei der Bibelauslegung sogar mit der ‚materialistischen Auslegung‘, das der marxistisch-materialistischen Weltdeutung entlehnt war.

Damals wurde die Wissenschaft so überhöht, dass sie zum Glaubensersatz geworden ist.

 

Kernsatz und Glaubensbekenntnis vieler Menschen lautete damals: „Ich glaube nur, was ich sehe!“

Oder etwas platter: „Ich glaube, dass ein Pfund Rindfleisch eine gute Suppe ergibt!“

Und im Umkehrschluss dachten viele: „Wer glaubt, der gibt seinen gesunden Menschenverstand ab!

 

30 Jahre später sind wir – trotz, oder vielleicht: wegen rasanter technischer Fortschritte – wieder nüchterner geworden. Denn diese tolle Wissenschaft mit ihren großen Fortschritten hat nicht gerade die Welt beglückt und die Menschheit vom Bösen erlöst.

Die Wissenschaft ist an ihre Grenzen gestoßen, und sie weiß, dass sie nicht für alles zuständig ist. Nach der Überwindung der klassischen theoretischen Physik durch die Quantentheorie und die Relativitätslehre, sind Kausalität und Determinismus (Vorbestimmtheit) nicht mehr eherne, ewige Gesetze, sondern eher Wahrscheinlichkeitsaussagen.

 

Wir erkennen auch, dass zB Terror und Krieg genauso akut sind wie eh und je.

Im Rückblick spricht man jetzt von der Phase der Wissenschaftsgläubigkeit.

 

In den 80-er Jahren ging dann der Pendelschlag in die entgegengesetzte Richtung.

Eine gewaltige Hinwendung zum Transzendeten, zum Übernatürlichen und Nicht-Begreifbaren fand statt.

Es erscheint fast schon wie eine Flucht vor allem Vernünftigen: Alles, was einem Zugang zum Mystischen, Geheimnisvollen versprach, wurde ausprobiert: Hauptsache, es passiert was und ich fühle mich dabei glücklich.

 

Schließlich wurde aus dem Gegeneinander im Verhältnis zwischen Theologie und Wissenschaft ein Nebeneinander. Man wusste durch leidvolle Erfahrung:

Glaube und Wissenschaft sind zwei verschiedene Dinge. Keiner wollte dem andern etwas reinreden. Es gibt eben zwei verschiedene Weisen, die Wirklichkeit zu betrachten. Es hat sich auch herumgesprochen, dass selbst die exakteste Forschung nicht weltanschaulich neutral sein kann. Das Ergebnis wird immer etwas mit der Versuchsanordnung und mit der Absicht des Forschers zu tun haben.

 

Nun war weithin geklärt:

Der Glaube hat mit der Beziehung Mensch - Gott zu tun.

Die Wissenschaft hat mit einem Objekt zu tun.

 

Der Glaubende erlebt Gott zutiefst subjektiv und sehr nah.

Der Forscher sucht in der Distanz zum Objekt dieses zu messen.

 

Aber das Nebeneinander ist nun auch nicht zufriedenstellend.

 

Denn der Glaubende steht in der Gefahr, den Kontakt zur Welt zu verlieren und sich auf die religiöse Betrachtungsweise einzuigeln.

Und der Wissenschaftler steht in der Gefahr, nur seine Spezialbeobachtungen zu sehen, und die Wahrnehmung der ganzen Wirklichkeit zu verlieren.

 

Mittlerweile ist das Gegeneinander, und auch das Nebeneinander weithin überwunden.

Es kommt zum Miteinander zwischen Theologie und Wissenschaft.

 

Man braucht das Verteufeln nicht mehr.

Man gesteht die eigenen Grenzen ein, und ist neugierig, ein Phänomen auch von der jeweils anderen Disziplin beschrieben zu bekommen.

 

Zwar bringen die Medien, bestimmte Magazine in schöner Regelmäßigkeit religiöse Themen, die dann vom wissenschaflichen Standpunkt in Zweifel gezogen werden; - aber schon nach kurzem Lesen spürt man die Absicht und ist verstimmt. Die Gedankengebäude bestehen aus mühsam herbeigezogenen Argumente, die einer soliden Überprüfung nicht standhalten. Wenn man von diesen Populär-Medien absieht, dann muss man sagen, dass sich Wissenschaftler und Gläubige mittlerweile mit Respekt und Achtung begegnen.

Man ist sogar aufgeschlossen, voneinander zu lernen.

Also: Der Glaubende darf schlauer werden, und der Wissenschaftler darf wieder glauben.

 

Manche Wissenschaftler sind an der Grenze ihres Wissens ins Staunen gekommen. Der unendlich kleine und große Kosmos ist Anlass, hinter den Gesetzen den Schöpfer der Gesetzmäßigkeiten zu bewundern.

 

Von Johannes Kepler, dem Astronomen, (1571-1630) stammt der Satz:

„Astronomie treiben heißt die Gedanken Gottes nachlesen.“

 

Max Planck (1858 – 1947), Begründer der Quantentheorie, schrieb:

„Gott steht für den Gläubigen am Anfang, für den Physiker am Ende alles Denkens.“

 

Werner Heisenberg (1901 – 1976) meinte:

„Der erste Trunk aus dem Becher der Naturwissenschaft macht atheistisch;

aber auf dem Grund des Bechers wartet Gott.“

 

Könnte es nicht sein, dass sich Theologie und Wissenschaft berühren – und manchmal, beim Forschen oder beim Bibellesen, ein erstaunlicher Funke überspringt?

 

Bild: Zwei Hände, die sich berühren..

(Ausschnitt aus dem Bild von Michelangelo, Die Erschaffung des Menschen)

 

Wie können wir das Gesagte festhalten? Drei Merksätze können uns helfen:

 

1. Gott lässt sich nicht beweisen – weder von der Wissenschaft noch von der Bibel.

 

In der Bibel steht der Satz „Gott wohnt in einem Licht, da niemand zukommen kann“ (1.Timotheus 6,16)

 

2. Gott lässt sich auch nicht beobachten, wohl aber suchen.

„Wenn ihr mich von ganzem Herzen suchen werdet,

so will ich mich von euch finden lassen“ Jeremia 29, 13-14

 

3. Es gibt zwar keine Beweise für Gott, wohl aber Hinweise auf Gott.

 

Drei Hinweise erscheinen mir wichtig:

a) Die Tatsache, dass auch Wissenschaftler von einem lebendigen Schöpfergott reden.

 

Das Staunen über das sinnvolle und planvolle Zusammenspiel im Mikro- und Makrokosmos. Glaube wird genährt vom Staunen über die Wunder der Schöpfung:

Das kleine Volk Israel wird von Gott ermutigt, indem er durch einen Propheten auf die großartige Schöpfung hinweist:

Wer misst die Wasser mit der hohlen Hand, und wer bestimmt des Himmels Weite mit der Spanne und fasst den Staub der Erde mit dem Maß und wiegt die Berge mit einem Gewicht und die Hügel mit einer Waage?

Wer bestimmt den Geist des Herrn, und welcher Ratgeber unterweist ihn?

Wen fragt er um Rat, der ihm Einsicht gebe und lehre ihn den Weg des Rechts und lehre ihn Erkenntnis und weise ihm den Weg des Verstandes? ....

Weißt du nicht? Hast du nicht gehört?

Der Herr, der ewige Gott, der die Enden der Erde geschaffen hat,

wird nicht müde noch matt, sein Verstand ist unausforschlich

(Der Prophet Jesaja 40, 12-14.28)

 

b) Die Frage nach Ursprung und Ziel allen Lebens.

Sollte alles ungeplant, als blinder Zufall entstanden sein?

 

c) Die Frage nach Jesus:

Kann man von diesem Menschen auf Gott schließen? War er Gottes Sohn?

 

Nochmals das Bild von den beiden ausgestreckten Händen....

 

Es ist nicht nur ein Gleichnis für das Verhältnis zwischen Glaube und Wissen,

sondern auch ein schönes Bild für den Menschen, der von seinem Schöpfer berührt wird.

 

Und jetzt bin ich nicht mehr ein Sprecher für beide Seiten, sondern ein Betroffener:

Auch ich bin berührt worden.

Auch ich habe Gott auf Tuchfühlung erlebt, sanft, liebevoll, heilig, beglückend.

Weil ich so von Gott ergriffen worden bin – darum kann ich auch glauben.

Weil Jesus mir zugesprochen hat: Dir ist deine Schuld vergeben!, darum bin ich befreit zu einem fröhlichen Leben.

 

Und ich habe gemerkt: nicht ich habe nur Fragen zu stellen und Gott ‚in Frage‘ zu stellen – das ist ja nicht verboten, – sondern Gott fragt mich auch.

Z.B, ob ich seinen Weg gehen will. Ob ich seinen Plan für mich akzeptiere.

Gott hat den Weg der Erkenntnis so geordnet, dass wir uns auf sein Wort einlassen und dann spüren, dass es trägt und daher wahr ist.

 

In der wissenschaftlichen Sprache würden wir sagen, dass wir uns auf eine Arbeitshypothese, einen Versuch einlassen und dann sehen, was geschieht.

 

Jesus wurde immer wieder von interessierten Menschen gefragt.

Die wichtigste Frage war die, ob er Gottes Sohn sei. Er antwortet darauf:

„Wer von euch bereit ist, Gottes Willen zu tun, der wird erkennen,

ob diese Worte von Gott kommen oder ob es meine eigenen Gedanken sind. (Johannesevangelium 7, 16f)

 

Ich wünsche uns gute Versuche und gute Entdeckungen!

 








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