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Predigttext

Das notwendigste Werk ist die Liebe
06-06-10 11:25
Alter: 95 days


VON: TH.ENZNER



1.Johannes 6, 16-21


Die Liebe zu Gott und den Menschen

 

16 Das haben wir erkannt, und wir vertrauen fest auf Gottes Liebe. Gott ist Liebe, und wer in dieser Liebe bleibt, der bleibt in Gott und Gott in ihm. 17 Wenn Gottes Liebe uns ganz erfüllt, können wir dem Tag des Gerichts voller Zuversicht entgegengehen. Denn wir leben in dieser Welt so, wie Christus es getan hat.

 

Wirkliche Liebe ist frei von Angst. 18 Ja, wenn die Liebe uns ganz erfüllt, vertreibt sie sogar die Angst. Wer sich also fürchtet und vor der Strafe zittert, der kennt wirkliche Liebe noch nicht. 19 Wir lieben, weil Gott uns zuerst geliebt hat.

 

20 Sollte nun jemand behaupten: "Ich liebe Gott", und dabei seinen Bruder oder seine Schwester hassen, dann ist er ein Lügner. Wenn er schon seine Geschwister nicht liebt, die er sehen kann, wie will er dann Gott lieben, den er nicht sieht? 21 Vergesst nicht, dass Christus selbst uns aufgetragen hat: Wer Gott liebt, der muss auch seinen Bruder und seine Schwester lieben.

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Liebe, wie Gott sie schenkt:

- Er ist der vollkommene Liebhaber

- wirkliche Liebe verdrängt die Angst

- wirkliche Liebe lebt vom Weitergeben

- wirkliche Liebe ist unteilbar

 

…………….

 

Liebe Gemeinde,

 

ein weiser Mann wurde einmal gefragt, welches die wichtigste Stunde sei, die der Mensch erlebt, welches der bedeutendste Mensch, der ihm begegnet, und welches das notwendigste Werk sei. Die Antwort lautete:

 

Die wichtigste Stunde ist immer die Gegenwart,

der bedeutendste Mensch ist immer der, der dir gerade gegenübersteht,

und das notwendigste Werk ist immer die Liebe.

 

Das notwendigste Werk ist die Liebe.

Der Apostel Paulus beschreibt im sog. Hohenlied der Liebe ( 1.Kor.13 ) die Liebe als das größte Geschenk, das von Gott kommt.

Jedoch: alle diese Worte von Liebe sind so gut, so schön und fromm, so unwirklich hoch, dass man fast von der Wirklichkeit abheben kann und die Bodenhaftung verliert.

Auch wird wo häufig und umfassend von der Liebe geredet, dass scheinbar alles reinpasst. Romantische, festliche Stimmungen werden durch diese Texte der Liebe unterstrichen. Unser Abschnitt von der Liebe gehört zu den meistgefragtesten Trautexten. Mehr als ein dutzendmal kommt im Text das Wort ‚Liebe‘ oder ‚lieben‘ vor..

Was wir in der deutschen Sprache unter Liebe verstehen, das ist ein Sammelbegriff für alles, für die Liebe zum Hobby, für den Verein, für den Hund, für den Freund, auch für Gott. Wo andere Sprachen und Kulturen verschiedene Begriffe haben, da haben wir nur das eine Wort ‚Liebe‘.

 

Welche Liebe ist hier gemeint?

Im Griechischen steht das Wort ‚agape‘ oder ‚agapan‘ da. Das ist die Liebe, die nur Gott schenken kann, die wirkliche, tiefe, vollkommene Liebe. Die Liebe, die auch bei fehlender Erwiderung, bei Undank bestehen bleibt – die auch weiter liebt, wenn jemand unsympathisch ist oder feindlich eingestellt ist.

 

Die Liebe, die hier gemeint ist, ist gottgeschenkt.

Der Mensch kann sie nicht aus eigener Kraft hervorbringen.

Diese Liebe ist eine riesige Energie, die zum Leben gebraucht wird.

Diese Liebe ist Lebensenergie schlechthin – fehlt sie, wird alles schief und schlecht.

Schon wenn unsre Art von Liebe fehlt, wird alles schief und schlecht:

- Verkündigung ohne Liebe wäre kaltes Belehren.

- Diakonie ohne Liebe verkommt zum Dienstleistungs-Job.

- Erziehung ohne Liebe macht Kinder hart.

- Wahrheit ohne Liebe ist brutal…

 

Diese wirkliche Liebe von Gott ist immer persönlich – sie ist kein nebulöses Etwas, kein philosophisches Prinzip. Der Ursprung liegt in der Person Gottes.

 

Luther sagte mal:„Im Abgrund seiner göttlichen Natur ist nichts anderes als ein Feuer…, und das heißt: Liebe zu den Leuten; ..hier ist ein eitel Backofen der Liebe“.

 

Anders gesagt: Gott ist der große Lieb-haber. Gott ist zuallererst Lieb-haber – und nicht Recht-haber!!

Warm, heiß, nachhaltig, glühend ist seine Liebe.

Da geschieht etwas im Backofen, der Teig wird verwandelt zu Brot..

In der glühenden göttlichen Liebe werden wir Menschen verwandelt..

 

Nina Hagen, die schrille und exzentrische Rockröhre hat vor kurzem ein Buch herausgebracht – Titel:‚Bekenntnisse‘. Ein Buch, das Erstaunen und Verwunderung hervorruft. Sie beschreibt ihren Lebensweg und auch, wie sie vor einiger Zeit - nach vielen Irrungen und Wirrungen – wieder zu Jesus zurückgefunden hat.

 

In einer Zeitschrift (Pro – Christliches Medienmagazin, 2/2010) stand dazu ein Artikel unter der Überschrift ‚Gott sei Punk‘. Darunter ‚Jesus Christus ist ihr neuer ‚Verlobter‘.

Einige Zitate: „Sie spricht von ihrem neuen liebenden Verlobten Jesus und dem ‚Big Daddy‘ im Himmel … Jesus macht ihr klar, dass er sie – und alle Menschen auf der Erde – unendlich und mit der immer gleichen Liebe liebt… Ihre Freude über das Losreißen von dem ‚faulen Zauber‘ der indischen Gurus, über ihren wirklich treuen Verlobten Jesus und dem liebenden Vater im Himmel strahlt sie nach außen.“

In ihrem Buch findet man ungewöhnliche Sätze: „…Ich glaube an Gott, oh ja, hipp, hipp, hurra!..Oder: Jesus ist the healer! The doctor! Gott ist der Heiler, der Arzt, der Retter und der Fels meines Heilwerdens!“.

 

Ja, manchmal werden Menschen von dieser Liebe ergriffen, sind geradezu verliebt und auch ein bisschen ‚verrückt‘.

 

Ihr Konfis habt gelernt:

‚Gott hat uns Menschen sosehr geliebt, dass er seinen einzigen Sohn für sie hergab, Jeder, der an ihn glaubt, wird nicht zugrunde gehen, sondern das ewige Leben haben. (Joh.3,16)

Gott wirbt um uns. Er hat die Initiative ergriffen, und überrascht mit seinem Angebot der Rettung. Seine feindlich gesonnenen Leute auf der Erde – ganz und gar nicht liebenswürdig für Gott – die hat er geliebt, hat dafür Leid und Schmerz auf sich genommen. Was für eine Liebeserklärung!

 

Ein Bischof (Ernesto Cardenal) sagte einmal: „Gott ist Liebe…und er ist eine verschmähte Liebe. Das ist die größte Tragik Gottes. Wir sehen ihn oft als Tyrannen, der immer mehr und mehr von uns fordert, aber er ist nichts als bittende Liebe. Der Schöpfer der ganzen Welt bettelt um deine Liebe..!“

 

Der liebende Gott – das ist ein kleiner Unterschied zu der glatten Redeweise vom ‚lieben Gott‘.

- Der liebe Gott ist oft zum Erziehen gut, zum Abrunden und Abschmecken und Verzieren des eigenen Wollens und Wohlbefindens.

-Der liebe Gott hört sich sehr harmlos an. Man braucht ihn nicht ernst zu nehmen. Aber der liebende Gott, der brennt und glüht vor Liebe.

 

Gott ist der vollkommene Liebhaber, der Ursprung der Liebe. Bei ihm fängt die Liebe an. Er hat uns zuerst geliebt.

 

Was bewirkt diese Liebe in uns?

 

Drei Dinge klingen im Text an:

 

- Wirkliche Liebe vertreibt die Angst.

Im Text steht sogar: ‚macht frei von Angst‘.

 

Dazu eine Brief eines Mädchens –mitten aus dem Leben gegriffen-ein einziger Hilfeschrei:

„Ich bin ein Mädchen von dreizehn Jahren und könnte eigentlich mit meiner Umwelt zufrieden sein. Aber etwas bedrückt mich ständig. Und dieses ‚Etwas‘ heißt Angst. Ich habe Angst vor dem Tod, Angst vor dem Leben, Angst vor der Wahrheit, Angst vor den Noten, Angst vor dem Sporttag, Angst vor der Liebe, Angst vor der Nacht, Angst vor dem Weltuntergang, Angst vor dem Krieg, Angst vor einem Traum, Angst vor Spott, Angst vor Spritzen, Angst vor dem Ausgelachtwerden, Angst vor der Angst… Angst und nochmals Angst. Es ist zum Verrücktwerden. Aber das Schlimmste ist, ich weiß gar nicht, woher sie kommt und warum gerade ich diese Angst zu ertragen habe. Können Sie oder andere mir einen Rat geben? Vielleicht solche, die auch unter diesem schrecklichen Angstzustand leiden?

Ich grüße Sie mit den allerherzlichsten Grüßen, die es gibt.“

 

Soweit dieser Brief.

Angst ist Verlustangst, Verlust von Geborgenheit, von liebender Zuwendung.

Es ist wie eine gefühlte Gottlosigkeit.

Liebe und Angst kann man nicht mischen zu etwas drittem. Sie sind wie Feuer und Wasser zueinander. Ist viel Liebe da, hat Angst nur wenig Platz. Ist viel Angst da, schwindet die Liebe. Entweder das eine oder das andere.

 

Die Menschen damals wussten um den Tag des Gerichts (V.17). Sie wussten um die Verantwortung vor Gott. Einmal stehen wir vor Gott – und die Summe der guten Taten wie auch der Untaten wird gewogen. Wer kann da bestehen?

 

Ohne die Liebe Jesu zu kennen, kann man nur mit Furcht daran denken.

Wer aber die wirkliche Liebe von Gott gespürt hat, der hat der Furcht vor Gott und der Angst vor andern Menschen etwas entgegenzusetzen: ‚Ich werde geliebt…und ich bleibe geliebt von meinem liebenden Vater im Himmel…‘ Der kann nicht beides zugleich: mich lieben und mich strafen!

 

Liebe und Furcht sind zwei unverträgliche Dinge. Also, wo viel Liebe ist, da wird die Furcht hinausgedrängt. Die vollkommene Liebe verjagt die Furcht!

 

Auch die Furcht vor dem Tod und der letzten Strafe im Gericht wird vertrieben:

 

‚Dead man walking‘ – mit diesen Worten wird in den USA der Gang eines zum Tode Verurteilten von der Zelle zum Vollstreckungsort angekündigt.

‚Dead man walking‘, so hieß auch ein Film, der Anfang 1996 in die Kinos kam. Die Geschichte ist authentisch. In ihrem Mittelpunkt steht eine Nonne, die einen Doppelmörder in der Zeit zwischen dem Todesurteil und seiner Vollstreckung begleitete. Neben ihren Bemühungen, ein ‚lebenslänglich‘ zu erwirken und den Alltag im Gefängnis zu erleichtern, erzählt diese Nonne dem Häftling von der Liebe Gottes und der Vergebung der Sünden.

Trotz ihrer eigenen Zerrissenheit zwischen diesem Mann und den Hinterbliebenen der Opfer gibt sie die Liebe Gottes an den Mörder weiter. Der will zunächst gar nichts davon wissen. Er brauche keine Vergebung. Er sei unschuldig und fordere seine Freilassung. Erst ganz am Schluss gesteht er seine Schuld ein und ist bereit, die Liebe Gottes, die ihm in der Nonne begegnet, anzunehmen. Den Blick fest auf die Frau gerichtet, stirbt er im Vertrauen auf das, was sie ihm zugesagt hat.

 

Paulus meinte einmal im Römerbrief: Ich bin gewiss, dass weder Tod noch Leben, weder Engel noch Mächte noch Gewalten, weder Gegenwärtiges noch Zukünftiges, weder Hohes noch Tiefes noch eine andere Kreatur uns scheiden kann von der Liebe Gottes, die in Christus Jesus ist, unserem Herrn. (Römer 8, 38f)

 

- Wirkliche Liebe drängt nach außen.

 

So wie jemand verliebt ist, und damit ein zartes Geheimnis hat, wird er doch – über kurz oder lang – sein Geheimnis nicht für sich behalten können, sondern mit freudig klopfendem Herzen anderen davon erzählen: Weißt du schon, ich liebe die/den Soundso..?

 

Wir können aber nur weitergeben, was wir ‚im seelischen Tank‘ haben!

Ähnlich wie das Wasser im Brunnen vor der Kirche: weil die Schalen von oben angefüllt werden, können sie nach unten weitergeben.. So sollen wir uns auch ‚von oben‘ anfüllen lassen und dann an andere weitergeben..

 

In der Erziehung weiß man: es ist zwecklos, streitenden Kindern einfach nur zu sagen: ‚Habt euch doch wieder lieb!‘, wenn sie nicht auf der anderen Seite von den Eltern Liebe und Zuwendung bekommen. Sie können nur das an Liebe weitergeben, was sie bekommen haben..

 

Ins Geistliche gewendet heißt es: unser seelische Tank muss erst von göttlicher Liebe erfüllt werden, bevor wir zur Nächstenliebe fähig werden. Und nebenbei merken wir ein Phänomen, wie es im Sprichwort beschrieben wird: ‚Liebe ist das einzige Gut, das sich vermehrt, wenn man sie weitergibt!‘ Weitergeben macht nicht arm oder leer, sondern bereichert uns wieder!!

 

- Eine dritte Wirkung: Wirkliche Liebe ist unteilbar.

 

Gottesliebe und Nächstenliebe gehören zusammen. Eins gehört zum andern.

 

Gottes- und Geschwisterliebe sind sicher zwei verschiedene Dinge, die nicht austauschbar sind. Man kann nicht sagen: Gottesliebe ist das gleiche wie Bruderliebe.

 

Aber Gottesliebe ist stark mit Geschwisterliebe verwoben, sie hat ein Gefälle hin zum Nächsten. Wer Gott von Herzen vertraut und so Christ wird, den zieht es heimlich oder offen, mehr oder weniger zu anderen Christen. Es gibt eine innere Verwandtschaft.

Man kann sie nicht für sich behalten. Man will sie weitergeben.

 

Auf dem ökumenischen Kirchentag gab es beim Zelt von Nina Hagen folgende Situation – und ich zitiere aus einem Bericht:

 

„Und dann diese Szene, fast wie ein Evangelium: Freunde bringen einen Gelähmten. Zum Zelt, in dem Nina Hagen die Bücher signiert. Keine Chance für den Elektro-Rollstuhl, die Menschenmenge zu passieren. Irgendjemand erzählt der Hagen davon. Und sie? Sie schmeißt Stift und Buch beiseite, rennt nach draußen zum Rollstuhl, umarmt den darin Sitzenden. Küsschen hier, Küsschen da. „Du bist mein geliebter Bruder“, sagt sie. Und komisch, irgendwie glaubt man ihr. Sie setzt sich auf eine der Lehnen des Rollstuhls, die Freunde machen Fotos davon. Noch eine Umarmung. Und noch eine. Der junge Mann weint vor Glück.“ (www.unserekirche.de/ Unsere Kirche, E-Paper,20.5.10)

 

Schauen Sie jetzt mal den Stuhlnachbarn rechts oder links an – wenn er auch den Glauben bekennt, dann haben sie eine innere Verwandtschaft mit ihm und sie können – so paradox das klingt – auch sagen: Gott sitzt auch etwas neben ihnen!

Ein Kirchenvater – Clemens Alexandrinus – sagte mal: ‚Du hast deinen Bruder gesehen, du hast deinen Gott gesehen!‘

 

Die tätige Bruderliebe ist also die Nagelprobe für den bezeugten Glauben.

Für wen die Liebe Gottes beglückend ist, der hat auch ein weites Herz für andere Jesus-Liebhaber, auch wenn sie vielleicht etwas sonderlich sind.

Der Glaube wird immer in der Liebe tätig, oder er erstickt mehr und mehr.

Diakonie gehört immer mit zur Verkündigung.

 

Im Umkehrschluss muss man sagen: Wenn wir über andere Christen herziehen, sie beschämen, schlecht machen und abschätzig abkanzeln, dann werden wir an der Liebe, die Gott meint schuldig. Kurz gesagt: wir sind dann Lügner geworden, denn wenn wir im sichtbaren Bereich das nicht leben, was wir im unsichtbaren Bereich glauben – dann stimmt etwas nicht!

 

Es ist eine Logik vom sichtbaren auf den unsichtbaren Bereich, vom Leichteren zum Schwereren, vom Geringeren aufs Größere.

 

- Wenn mich einer z.B. heute betuppt und verspricht mir aber für nächstes Jahr viel Geld, werde ich ihm glauben? Nein.

- Wenn jemand einem Armen in seinem Kummer allein lässt, aber vom himmlischen Reichtum in höchsten Tönen schwärmt, dann kann man ihm seine Worte nicht abnehmen.

-Wenn jemand dem andern die Vergebung vorenthält, aber im Vaterunser so selbstverständlich bittet ‚und vergib uns unsre Schuld..‘, dann wird er bei Gott auch nicht Gehör finden.

 

Warum drängt Johannes so auf die Unteilbarkeit der Liebe, dass Gottes- und Nächstenliebe zusammengehören?

 

Er sieht eine Gruppe von Menschen vor sich, die allen Wert auf das Bekenntnis legt, aber die Not des anderen links liegen lässt. Sie sagen wohl:

Ich bin errettet, und das ist das Wichtigste – sie waren fromme Genießer.

Alles andere war für sie das schnöde, böse Leben. Sie haben sich zurückgezogen aus der schlechten Welt – und lebten seltsam isoliert in ihrer Glaubenswelt.

 

Sicherlich werden wir immer zurückbleiben hinter dem Maß der Liebe, die Gott vorgibt.

Ich werde nie alles schaffen, was ich will. Es wird immer eine große Lücke bleiben zwischen Wollen und Können – aber ich muss es wollen.

Wir sollen Geschwisterliebe und Nächstenliebe wollen – und immer wieder auf den auch unbequemen Nächsten zugehen.

 

Und der, der mir am nächsten ist, hier im Gottesdienst, zuhause in der Familie, oder im Beruf, der ist für mich und für jeden hier ganz aktuell die Herausforderung zur Liebe.

Ich bin sicher nicht allen gleich verantwortlich, das würde mich erschlagen, aber ich soll dem in Liebe begegnen, der mir gerade gegenübersteht!

 

Wie sagte der Weise noch?

Der bedeutendste Mensch ist der, der mir gerade begegnet.

Und das notwendigste Werk ist das Werk der Liebe. Amen.

 








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