Johannes 5, 1-9
Liebe Gemeinde!
Vor wenigen Wochen ist eine Studie für Zukunftsfragen veröffentlicht worden. Die Bundesbürger sind befragt worden, was ihnen in ihrem Leben wichtig ist.
Sie können sich bestimmt denken was auf Platz 1 der Wunschliste stand? – Gesundheit – und persönliche Beziehungen. Fast alle Bürger wünschen sich, gesund zu sein. Freundschaften rangieren mit 91 Prozent auf Platz 2, gefolgt von der Familie mit 87 Prozent. Gesundheit und persönliche Beziehungen sind jedem Menschen wichtig.
Umgekehrt gesagt: Wer krank ist - vielleicht sogar chronisch oder unheilbar krank - und keine persönlichen Beziehungen hat, keine lieben Menschen an seiner Seite, der verliert früher oder später auch den Lebensmut, die Hoffnung, den Lebenssinn.
Gesundheit ist ein kostbares Geschenk, für das wir Grund zum Danken haben.
Und liebe Menschen, ob Partner, Eltern, Geschwister oder Freunde sind ebenfalls kostbare Geschenke, für die wir dankbar sein können. Gerade in Zeiten von körperlicher oder seelischer Not - die jeder von uns kennt - ist es tröstend zu spüren: ‚Es gibt Menschen, die für mich da sind, die mir helfen und mich in meiner armseligen Situation unterstützen.’ Und aus diesem Gefühl der Wertschätzung heraus schöpft ein kranker Mensch oft auch wieder Kraft, Lebensmut, Hoffnung oder er kann eine scheinbar aussichtslose Lage mit innerer Gelassenheit für sich annehmen.
Wie elendig fühlt sich ein Mensch, der chronisch krank ist und der niemanden hat, der für ihn da ist, der ihm hilft? Es gibt Menschen, die in so einer hoffnungslosen Situation nur noch ihren Tod herbeisehnen. Umso erstaunlicher ist es, dass wir heute von einem Menschen hören, der eigentlich allen Grund gehabt hätte, die Hoffnung zu verlieren.
Ich lese den heutigen Predigttext aus dem Evangelium nach Johannes 5,1-9:
Der Kranke am Teich Betesda (= „Haus der Barmherzigkeit“)
1) Bald darauf feierten die Juden ein Fest in Jerusalem, und auch Jesus ging hin.
2) In der Stadt befindet sich nicht weit vom Schaftor entfernt der Teich Betesda, wie er auf Hebräisch genannt wird. Er ist von fünf Säulenhallen umgeben. [ BILD]
1888 wurde der Teich Bethesda nördlich vom Tempelbezirk gefunden und ausgegraben. Das Bild zeigt eine Nachbildung der ursprünglichen Anlage. Der Teich lag inmitten der vier äußeren Säulenhallen und wurde durch die fünfte Säulenhalle geteilt. Im Teich wurde ursprünglich Regenwasser gesammelt und später wurde daraus eine Bäderanlage erbaut. Archäologische Befunde lassen vermuten, dass gelegentlich besonderes Thermalbad-Wasser aus einer Quelle aufstieg, das tatsächlich heilende Wirkung hatte.
3) Viele Kranke, Blinde, Gelähmte und Gebrechliche lagen in diesen Hallen [und warteten darauf, dass sich Wellen auf dem Wasser zeigten.
4) Von Zeit zu Zeit bewegte nämlich ein Engel Gottes das Wasser. Wer dann als Erster in den Teich kam, der wurde gesund; ganz gleich, welches Leiden er hatte.]*
5) Einer von den Menschen, die dort lagen, war schon seit achtunddreißig Jahren krank.
6) Als Jesus ihn sah und erfuhr, dass er schon so lange an seiner Krankheit litt, fragte er ihn: „Willst du gesund werden?“
7) „Ach Herr“, entgegnete der Kranke, „ich habe niemanden, der mir in den Teich hilft, wenn sich das Wasser bewegt. Versuche ich es aber allein, komme ich immer zu spät.“
8) Da forderte ihn Jesus auf: „Steh auf, roll deine Matte zusammen und geh!“
9) Im selben Augenblick war der Mann geheilt. Er nahm seine Matte und ging seines Weges.
Liebe Gemeinde: Was braucht ein Mensch, um gesund zu werden?
Um diese Frage soll es heute gehen. Unabhängig davon, wie gesund sie sich fühlen. Was braucht der kranke Mann, um gesund zu werden? Er kennt Jesus zu dem Zeitpunkt nicht. Wir wissen auch nicht genau, woran er litt. Es scheint eine starke Einschränkung seiner Bewegungsmöglichkeiten zu sein.
Aber er hat die Hoffnung, gesund zu werden. Er versucht es, wie wir in V. 7 lesen. Er setzt seine Hoffnung auf das Wasser des Teiches. Davon verspricht er sich Heilung. Er muss es nur schaffen, als Erster hinein zu kommen, wenn sich das Wasser bewegt.
Aber in diesem Lösungsansatz liegt für ihn ein doppeltes Problem, denn:
1. kann er nicht gehen und sich nicht aus eigener Kraft in den Teich bewegen und
2. noch viel tragischer: Er hat auch niemandem, der ihm dabei behilflich sein könnte: niemanden!
Zunächst noch einmal zu der dargestellten Situation: Hunderte von Kranken liegen im Schatten der Säulenhallen und warten auf das Wunder. Und dort liegen sie, in einer eigenen Welt – bis zur Heilung oder bis zum Tod – nicht in einem modernen Krankenhaus mit höchstentwickeltem medizinischen Standard und bester Versorgung. Hier am Teich gelten eigene Gesetze. Sowohl was die geheimnisvolle Wirkung des Wassers betrifft, als auch das dahinter stehende Prinzip: Der Schnellste wird geheilt.
Stellen Sie sich das bitte einmal im übertragenen Sinn vor: Stellen Sie sich vor, ein Arzt würde zu 100 Fuß-Kranken sagen: Liebe Patientinnen und Patienten, es tut uns leid, unsere Kapazitäten sind begrenzt. Deswegen machen wir es so: Ich helfe dem, der es am schnellsten auf den Operationstisch schafft.
Vielleicht ist dieses Bild etwas überspitzt, aber ist es in unserer Welt nicht oft so ähnlich? Entspricht es nicht der Wirklichkeit, dass derjenige die besseren Chancen hat, der privat versichert ist? Oder auch der, der am meisten zahlen kann? Oder der, der sich eine bevorzugte ärztliche Behandlung durch eine Geldspende unter der Hand beschafft, wie es vor kurzem am Essener Uniklinikum geschehen ist? So funktioniert doch unsere Welt!
Als Gesunde können und sollten wir uns einmal kritisch fragen:
Wie gehen wir um mit denen, die im Leben mit größeren Einschränkungen zu leben haben als wir selbst oder die sogar in der Gefahr stehen „auf der Strecke“ zu bleiben?
Aber es geht im Grunde um mehr: Im Blick auf unser eigenes unvollkommenes Leben können wir uns fragen: wie gehen wir um mit den Verzögerungen, dem Scheitern, dem Nicht-erhört-werden in unserem Leben? Ziehen wir neben unseren körperlichen Gebrechen auch psychische Probleme, Beziehungsschwierigkeiten, ungelöste Lebensfragen mit ein?
1. „Die höchste Form der Hoffnung ist die überwundene Verzweiflung“
(Ein wie ich finde bemerkenswertes Zitat eines franz. Erzählers, Albert Camus)
Wie gehen wir damit um, wenn sich unser Leben nicht mehr lebenswert anfühlt und sich eine erhoffte Veränderung zum Positiven nicht einstellt?
Unangenehme Verzögerungen, Angst vor dem Scheitern und die Sorge, vielleicht eines Tages die Hoffnung zu verlieren, kennt jeder: Die Verzweiflung kommt unaufhaltsam.
Psychologisch werden heute mit steigender Tendenz „Depressionen“ diagnostiziert.
Wer depressiv ist, hat keine Hoffnung mehr, sondern resigniert. Man kann sagen: Hoffnungslosigkeit ist schon die vorweggenommene Niederlage. Deshalb finde ich es immens wichtig, auch in größter Verzweiflung wenigstens einen Funken Hoffnung zu erhalten!
Über den kranken Mann am Teich erfahren wir, wie lange er dort liegt. 38 Jahre!
38 Jahre – gefühlt wie eine Ewigkeit. In 5. Mose 2,14 werden auch 38 Jahre genannt: als Zeit der Wüstenwanderung des Volkes Israel. Gerade für die Jüngeren unter uns ist das eine unvorstellbare lange Zeit. Und ob es jetzt 10, 20 oder gar 38 Jahre sind, die ein Mensch vergeblich auf eine Veränderung hofft: empfunden wird solch eine längere Leidenszeit immer als schrecklich und viel zu lang. Denn in der Situation weiß man ja noch nicht, was morgen sein wird. Aber mit jedem Morgen, an dem nicht die erhoffte Veränderung eintritt, fällt es schwerer positiv zu denken. Deshalb ist es bedeutend, vielleicht sogar ein kleines Wunder, die Hoffnung nicht sterben zu lassen.
Wie mag es in einem kranken Menschen innerlich aussehen, der bereits ein Menschenalter lang krank ist? In welcher Verfassung ist er? Nicht nur äußerlich, sondern vor allem seelisch? Wie viel Hoffnung kann er noch haben? Ich kann es mir nicht anders vorstellen, als dass dieser Mann schon „total am Ende“, richtig verzweifelt war. Vermutlich nicht nur einmal, sondern in der langen Zeit öfters. Wie viel Zeit er von den 38 Jahren schon am Teich verbracht hat, wissen wir nicht. Aber der Mann wird mehrfach miterlebt haben, dass andere Menschen von ihren Leiden durch das heilende Wasser befreit worden sind. Menschen, die helfende Freunde hatten und die schließlich nicht nur gesund wurden, sondern auch wieder gesellschaftsfähig und damit wieder eine - aus gesellschaftlicher Sicht - „normale“ Lebensperspektive hatten.
Alle diese - für die anderen zwar erfreulichen - für ihn selber aber eher frustrierenden Erlebnisse hatte der Mann „überlebt“. ‚Warum ich nicht?’, wird er sich gefragt haben. Er hatte die Verzweiflung vielleicht nur teilweise überwunden, aber zumindest soweit, dass er immer noch Hoffnung auf eine Veränderung zum Guten hin hatte. Er sah den Weg.
2. ‚Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg!’
So sagt es das bekannte Sprichwort. Es muss sich ein Optimist ausgedacht haben. Ein Pessimist würde eher sagen: Wo ein Wille ist, ist noch lange kein Weg. Wie genau der Weg dann aussieht – wenn der feste Wille da ist – das ist vielleicht auch noch eine weitere offene Frage: Entscheidend ist aber zunächst, ob überhaupt der Wille da ist. Ohne Willen, eine positive Veränderung zu bewirken, ist alles dem Zufallsprinzip überlassen. Und das endet erfahrungsgemäß nicht in positiven Veränderungen, sondern im Chaos.
Jetzt kommt Jesus an den Ort und – anders als in anderen Heilungserzählungen – nicht er wird um Hilfe gebeten, sondern er spricht den Kranken an: „Willst du gesund werden?“
Was für eine Frage?!’ So denken wir schnell und würden antworten: ‚Ja natürlich!’ Wer will denn nicht gesund werden? Aber es ist keine rhetorische Frage, die Jesus stellt. Denn mit dem Gesundwerden allein ist es ja noch lange nicht getan. Viel entscheidender sind ja die Auswirkungen und Veränderungen, die sich als Konsequenzen daraus ergeben: Auch das „ganz normale“ Leben ist ja nicht frei von Arbeit, von Sorgen und kleineren alltäglichen Nöten.
Deshalb fragt Jesus nach dem Willen: Willst du wirklich weg hier? Wieder nach draußen ins Leben? Oder hast du dich schon zu sehr eingerichtet hier, in deinem Leid – statt zu leben?
Seine Frage ist zugleich eine würdevolle Frage. Jesus verfügt nicht einfach über den Mann, er fragt. Wie kommt diese Frage an? Wie hört der Kranke diese Worte? Vielleicht als Vorwurf, dass er nicht wirklich gesund werden wolle oder sich zu wenig bemühen würde?
So überraschend wie die Frage ist auch die Antwort des kranken Mannes: Er sagt nicht einfach „Ja, ich will“, sondern spricht: „Ach Herr, ich habe niemanden“. ‚Ich bin allein. Keiner kümmert sich, keiner da - jedenfalls nicht mehr. Das lähmt und nimmt den Mut für den nächsten Schritt.’
So denkt er wohl. Ja, der Wille ist offensichtlich vorhanden, aber der Weg unerreichbar weit weg. Jedenfalls der Weg, den der Mann fest vor Augen hat, denn er sagt:
„Ach Herr, ich habe niemanden, der mir in den Teich hilft, wenn das Wasser sich bewegt; versuche ich es aber allein, komme ich immer zu spät“.
Der einzige Weg, die einzige Lösung die er sieht, ist für ihn unerreichbar. ‚Der Weg, der anderen hilft’ – so denkt er – ‚das muss auch mein Weg sein, um gesund zu werden.’ Und in seinem Denken verfestigt sich diese engstirnige Sicht: ‚Genau das ist der Weg, der ja bei anderen auch funktioniert. Andere haben jemanden, anderen geht es besser. Andere sind mir überlegen, da kann ich nicht mithalten. Also lass mich in Ruhe! Siehst du nicht, dass ich nicht kann?’
Was macht Jesus? – Jesus tadelt den Gelähmten nicht für sein Selbstmitleid, aber er lässt ihn auch nicht darin zurück; er lässt ihn nicht in Ruhe. Er geht nicht einfach weiter, sondern er nimmt sich Zeit. Und - so kann man zwischen den Zeilen lesen, wenn man möchte: Jesus fragt nach und konfrontiert dabei den Kranken mit allem, was seine Krankheit ausmacht. Mit Einsamkeit und Selbstmitleid, mit Leid und Hoffnungslosigkeit – ohne die Rücksicht, die wir gern nehmen – nicht zuletzt auf uns selbst. Wie oft trauen wir uns das nicht, schauen weg, schweigen höflich, rühren nicht an dem, was wehtun könnte – und setzen so auch nichts in Gang.
Um nicht nur gesund, sondern auch innerlich heil zu werden, braucht es manchmal einen anderen Weg, als der, auf den man bisher vergeblich gehofft hat: eine neue Perspektive, aus der das eigene Leben mit allen Gewohnheiten und Verhaltensmustern in neuem Licht angeschaut werden kann.
3. Barmherzigkeit bedeutet: Gott erbarmt sich über unsere armen Herzen
Jesus erbarmt sich über den Mann. Er weiß, wie arm es in seinem Herzen aussieht.
„Steh auf, roll deine Matte zusammen und geh!“ Jesus lässt ihn geheilt aufstehen, ohne eigentliches Geschehen, das Veränderung brächte.
Und - das möchte ich kurz klarstellen - die Heilung ist nicht als Belohnung auf ein Schuldbekenntnis des Mannes zu verstehen: auch wenn Jesus an späterer Stelle (V.14) zu ihm sagt: „Du bist gesund geworden, sündige nicht mehr, damit du nicht etwas Schlimmeres als deine Krankheit erlebst!“ In der Geschichte wird nicht über den Grund der Krankheit nachgedacht, auch von Glauben und Dankbarkeit ist nicht die Rede. Wenn die Sünde der Grund wäre, müssten alle Menschen krank sein! Später, bei der Heilung eines Blindgeborenen (Joh 9), kommt die Frage nach der Sünde auf und Jesus weist sie ab: Nicht die Sünde, nicht die Gottesferne einer Person oder ihrer Eltern führen in Krankheit. Diese Fragestellung ist unangemessen. Sie ist auch hier unangemessen und wird deshalb nicht gestellt.
Dennoch gilt Jesu Gebot „nicht mehr zu sündigen“ und bedeutet: „entferne dich nicht (wieder) von Gott“. Denn das ist eine immer bestehende Gefahr für jeden Menschen: sich von Gottes Nähe zu distanzieren und sich in der Gottesferne einzurichten. Aus der Gottesferne auf ein Wunder zu hoffen. So wie der Mann sich in unmittelbarer Nähe zu einem Wunderplatz in der Gottesferne eingerichtet hatte. Wir haben keinen Anspruch auf Wunder und die Gefahr, sich enttäuscht zu fühlen, ist groß!
Was wir aber in Anspruch nehmen dürfen, ist Gottes Nähe. Er hat uns seinen Bund eröffnet, er will mit uns in Beziehung leben. Damit haben wir auch Teil an seiner Barmherzigkeit: in unterschiedlicher Form. Nicht jeder wird so gesund, wie er es sich wünschen würde. Für Gott ist die Nähe zu ihm entscheidend.
Der kranke Mann ist durch die Begegnung mit Jesus und der Heilung in die Gottesnähe hineingeholt worden. Das war ein ganz anderer Weg und eine ganz andere Lösung als die, auf die er sich jahrelang fixiert hatte. Dieser neue Weg erfordert viel von ihm: er muss aufstehen und dem, was er gewohnt war den Rücken zukehren. Aktiv werden, statt auf ein Wunder warten. Sich lösen. Losgehen. Wer weiß, wohin?! Neue Aufgaben suchen, neuen Inhalt finden.
Diese Veränderung, die durch Jesus in Gang kommt, hätte er nicht auch genau so gut durch „positives Denken“ bewirken können. Auch das Sprichwort „Jeder ist seines Glückes Schmied“ ist falsch.
Jesus ist es, der dem Mann den entscheidenden Impuls gibt und ihn gehen lässt. Er durchbricht damit das Muster, dass Heilung aus eigener Kraft machbar sei. Nicht der Schnellste wird geheilt, sondern der, der Jesus begegnet, der durch seine Nähe eine neue Perspektive gewinnt.
So lange Menschen leben, so lange durchzieht auch ein blutroter Faden von Krankheit, Leiden und Sterben die Geschichte der Menschheit. Wir fühlen uns oft erbärmlich. Aber Gott antwortet auf unsere Erbärmlichkeit mit seinem Erbarmen. Auch Gott webt in die Geschichte seinen roten Faden ein, den roten Faden seines grundlosen Erbarmens. Betesda bedeutet: Haus der Barmherzigkeit.
Und Barmherzigkeit heißt wörtlich: Beim armen Herzen sein! Gott ist mit seiner ganzen Liebe bei unserem armen Herzen. Gott ist bei unseren armen Herzen, unter welcher „Krankheit“ auch immer wir leiden:
In Jesus Christus ist Gott ganz nahe bei unserem Herzen. Er berührt unsere Not, er teilt unser Leid, empfängt unsere Tränen. Jesus wandelt unsere Armut mit seinem reichen Erbarmen. Er selbst nimmt sich unserer an und schenkt uns eine neue Perspektive, um aktiv zu werden. Körperlich oder seelisch, um mit unserer Situation umzugehen.
Wir liegen Gott am Herzen. Bei ihm ist die Quelle des Lebens und der Heilung; von ihm gehen Wärme und Liebe aus (Psalm 36,10). Von ihm fließen Tröstung und Heilung in unser Herz hinüber. In der Nähe und Orientierung zu Gott findet ein Austausch statt:
Gott nimmt unsere Erbärmlichkeit und schenkt uns sein Erbarmen.
In der Beziehung zu ihm wird unsere Seele gesund. Amen.