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Predigttext

Was geht uns Israel an?
31-07-05 10:00
Alter: 5 yrs


VON: TH.ENZNER



2.Mose 19,1-8 (1.Petrus 2,1-10)


Stichworte: auserwähltes Volk, Bundesland Gottes, Bundestreue, Bundeswürde

 

Die Ankunft am Berg Sinai

1 Genau am 1.Tag des 3. Monats nachdem die Israeliten Ägypten verlassen hatten, erreichten sie die Wüste Sinai. 2 Sie waren von Refidim aufgebrochen und schlugen nun in der Wüste, am Fuß des Berges Sinai, ihr Lager auf. 3 Mose bestieg den Berg, um Gott zu begegnen. Der Herr rief ihm vom Berg aus zu: «Richte den Israeliten, den Nachkommen Jakobs, diese Botschaft von mir aus: 4 Ihr habt selbst gesehen, was ich mit den Ägyptern gemacht habe. Ich habe euch sicher hierher zu mir gebracht, wie ein Adler, der seine Jungen trägt. 5 Wenn ihr nun auf mich hört und euch an den Bund haltet, den ich mit euch schließen will, dann werde ich euch aus allen Völkern auserwählen. Mir gehört die ganze Welt, aber ihr seid in besonderer Weise mein Eigentum. 6 Ja, ihr sollt ein heiliges Volk sein, das allein mir gehört. Als königliche Priester sollt ihr mir dienen! Sag dies den Israeliten weiter!» 7 Mose ging zurück, rief die Sippenoberhäupter des Volkes zusammen und erzählte ihnen, was der Herr ihm aufgetragen hatte. 8 Das ganze Volk Israel war sich einig: «Wir wollen alles tun, was der Herr befiehlt!»

……….

Predigtgedanken:

1. Israel – das Bundesland Gottes!

2. Bundestreue und Bundeswürde

3. Der neue Bund und der Stachel der Feindseligkeit

 

Liebe Gemeinde,

 

wie viele Bundesländer hat eigentlich Deutschland?

Die Frage macht uns etwas Mühe..

Das Wort ‚Bundesland’ führen wir ständig im Munde, aber woher kommt dieser Begriff ?

Ein Bundesland ist eben ein Land, das durch einen Bund gegründet wurde.

 

Der Begriff ‚Bund’ kommt in der Politik unzählige Male vor:

Grundlage ist eine Abmachung, ein Bündnis, ein Vertrag. ( Ehebund ‚Bund fürs Leben’, Staatenbund, Freundschaftsbund, wir reden vom Bundesgenossen, vom Bundestag, Bundesrat, Bundeskanzler usw…)

Unsere Bundesländer gehören in den Bundesstaat der Republik Deutschland. Wir haben insgesamt 16 deutschen Bundesländer. Das größte ist Nordrhein-Westfalen (17,76 Millionen), das kleinste Bremen (0,68 Millionen).

 

Hat Gott auch ein Bundesland, ein Land, mit dem er ver-bündet ist?

Ja, und das ist Israel – das Volk und das Land Israel.

 

1. Israel ist das ‚Bundesland’ Gottes.

Darum ist es ein besonderes, ein auserwähltes, hervorgehobenes, ein gelobtes, ein zu Gott gehöriges – also ein heiliges – Land. Wir reden ja vom sog. ‚heiligen Land’.

 

Israel das Bundesland Gottes – obwohl es ein Kleinstaat ist (21.000qkm u. knapp 7 Mio Bürger), nicht viel größer als unser Bundesland Hessen.

Das ist vor der Völkergemeinschaft der Welt etwas Einmaliges, ja etwas Provozierendes.

Wir wollen über dieses besondere Land nachdenken (darum Israeltag.., es gibt ja keinen Libyentag, oder Kongotag …).

Wir sind durch unsere deutsche Geschichte, und durch die christliche Kirchengeschichte, durch das Alte Testament ganz besonders mit Israel verbunden – positiv, wie auch negativ.

 

Die Wichtigkeit des jüdischen Volkes und Landes wird von manchen so ausgedrückt:

- ‚Israel ist der Zeiger an Gottes Weltuhr.’ Wer auf die Geschichte dieses Landes sieht, der kann den fortschreitenden Heilsplan Gottes besser einordnen.

 

- ‚Israel ist der Augapfel Gottes’. Wer dieses Volk antastet, der greift Gott an. (vgl.Sacharja 2,12)

 

- ‚Israel ist das Gewissen der Welt’: am Umgang mit diesem Volk schärft sich das politische Gewissen. Es ist das Volk, an dem sich die Geister scheiden, an dem besonders Weisheit gefordert ist.

 

Zurück zum Bund und dem Bundesschluss – wie in unserem Text beschrieben…

An einem besonderen Berg geschah diese Bundesabmachung, und es war ein besonderer Berg, der Berg Sinai. Darum heißt dieser Bund auch der ‚Sinaibund’ (in der Bibel gibt es verschiedene Bünde, z.B. den Noahbund – Gott verspricht, die Erde nicht mehr wie bei der Sintflut zu vernichten; z.B. der Abrahambund – Gott verheißt Nachkommen in großer Zahl…)

 

Der Sinaibund ist eine Abmachung mit dem Volk, das Gott aus Knechtschaft, Unfreiheit, Sklaverei befreit hat und exklusiv einem Land zugeteilt hat, dem ‚gelobten Land Kanaan’, dem Land, wo Milch und Honig fließen.

Gott wollte seinem besonderen Volk etwas Wunderbares schenken – nicht nur Wüste, Sand Steine, karge Gebirge – sondern fruchtbare Ebenen, wasserreiche Landstriche…

 

Nach 2 Monaten monotoner und stressiger Wüstenwanderung kam ein Einschnitt. Mose sucht seinen Herrn auf einem Berg und Gott redet zu ihm, wie er es schon öfters tat. Mose war in besonderer Weise Gott nah, sozusagen auf ‚Du und Du’. Gott macht Mose und seinem Volk ein Angebot:

 

V.4: Ich habe euch aus Ägypten geführt, ich habe euch bewahrt, wie ein Adler für seine Jungen sorgt.

Wenn ihr euch an den Bund haltet, dann seid ihr auserwählt, ihr seid mein Eigentum, ihr seid mir heilig – und ihr seid meine Priester und Könige!

 

Was für ein Angebot! Die wandernden Israeliten, abgekämpft, ein Haufen ungeordneter einfacher Menschen, Hirten, Lehmziegelarbeiter, Zwangsarbeiter, Tagelöhner, Väter, Mütter, Kinder – die alle dem Pharao stumpf und wehrlos dienen mussten. Es ist nichts Privilegiertes an ihnen, uns sie bekommen solch ein Angebot.

 

Ihre Identität, das, was sie zusammenschweißte, war das Abenteuer der Befreiung aus der Zwangsarbeit. Sie fühlten es deutlich: Wir sind frei! Wir sind wieder wer! Wir sind ein Volk! Wir sind sein Volk! Gott hat ein Wunder an uns getan, und die gepanzerte Hightech-Armee von Pharao kläglich in den Nilsümpfen untergehen lassen.

Und auch in der Wüste wurden sie wunderbar geführt – durch Gottes fürsorgliches Handeln konnte dieser Nomadentreck überleben: es gab immer Wasser, Manna usw..

Es war, wie man es ab und zu in der Wüste bei den Adlern gesehen hat: sie wurden wie auf Adlers Flügeln getragen (auf Adlers Flügeln, und nicht unter Adlers Flügeln – ein seltenes Naturschauspiel).

 

Joachim Neander schreibt das im 2.Vers seines Liedes ‚Lobe den Herren..’(EG 316): Lobe den Herren, der alles so herrlich regieret, der dich auf Adelers Fittichen sicher geführet, der dich erhält, wie es dir selber gefällt; hast du nicht dieses verspüret?

 

Die Befreiung war nun einige Zeit her – und das Hochgefühl der Befreiung wich den Alltagssorgen.

Gott wusste, warum genau an dieser Stelle ein Bundesschluss mit den 10 Geboten, den sog. ‚Ausführungsbestimmungen’ kommen muss.

Die neugewonnene Freiheit braucht Grenzen!

Ohne Bindung, ohne Regeln und Gebote, wird die neu gewonnene Freiheit wieder verspielt.

Wir sind nun beim 2. Gedanken:

 

2. Bundestreue und Bundeswürde.

 

Gott will, wo er nun ein völlig freies Volk geschaffen hat, dieses Volk ‚erziehen’ und gestalten, hin zu einem modellhaften Volk, an dem die Welt beispielhaft die Güte und Freundlichkeit, Herrlichkeit Gottes erkennen kann.

 

Darum fordert Gott von seinem Bundesvolk Treue.

Diese besteht im Hören (V.5) und der Bundestreue, d.h. im gehorsamen Halten der Gebote. (V.5: Wenn ihr nun auf mich hört und euch an den Bund haltet, den ich mit euch schließen will, dann werde ich euch aus allen Völkern auserwählen..)

 

Eigentlich logisch – es ist wie in der Erziehung:

Eltern, die den Kindern Freiheit geben, Geschenke geben, einfach großzügig sind, sie machen auch Auflagen:

- Wenn wir im Urlaub sind, kannst du allein im Haus sein, du hast sturmfreie Bude, aber …. Du bist auch verantwortlich, die Türen abzuschließen, die Fenster zu kontrollieren usw. Wenn wir zurück sind, dann ist das Haus wieder in Ordnung.

- Wenn das Auto dem 18-jährigen Sohnemann überlassen wird, der frisch seine Prüfung absolviert hat, dann heißt es: Aber du weißt, kein Alkohol..

 

Freiheit muss immer gestaltet werden.

Freiheit ist etwas Kostbares, sie braucht eine gute Ordnung, sonst geht sie wieder verloren.

 

Gott will unsere Treue, dass wir in seiner Ordnung leben und damit seine Freiheit behalten.

Eine Zwischenbemerkung für uns.

Wenn wir Gottes Güte wunderbar erfahren haben, warum sind wir dann so schnell untreu und vergessen es?

Immer das alte Lied: in der Not klammern wir uns an Gott ‚Hilf mir, rette mich, schenke mir Gesundheit, reiße mich aus diesem Elend – und dann wird alles gut – und wir gehen zur Tagesordnung über. Die Gebote sind vergessen. Gott als bloßer Kundendienst für unsere Nöte?!

Und wenn die Not vorbei ist, dann lassen wir Gebote Gebote sein und reißen die Regie des Lebens wieder an uns: Haben wir ihn vergessen? Sollten wir nicht dankbar sein? Sollten wir ihn nicht hören, ja ihm gehören?

Sollten wir nicht die Regeln für gutes Leben und Zusammenleben beachten?

Z.B. das 8. Gebot, das wir vorhin hörten: du sollst nicht lügen!

Haben wir das auch im Alltag verankert und verinnerlicht …?

 

Übrigens: es gibt bei unseren Bundesschlüssen auch Zeichen, die daran erinnern…

Im persönlichen Leben gibt es zB Freundschaftsbänder.

 

In allen möglichen Varianten heißt dies: Ich bin mit dem und dem verbunden, will auf ihn hören.

Oder zB der Ehering: ich bin verheiratet, lebenslang verbunden.

Und wenn wir dann nicht auf das hören, was der andere sagt, dann denkt man, der hält wirklich nichts von diesem Bund. Das Zeichen, der Ring, ist nur eine Farce.

Wer einen Bund schließt, will auf den ‚Bundesgenossen’ hören.

 

In unserem Land achten Gerichte darauf, dass der Wille der Bundes-Regierung ausgeführt wird.

Unser Land würde bald im Chaos versinken, wenn sich jeder seine eigenen Gesetze machen würde: Bindungslosigkeit, Zügellosigkeit, Gottlosigkeit..

Auch wenn man gegen die vielen Gesetze und die Regelungswut schimpfen kann, sind doch alle Kritiker einig, dass es Gesetze geben muss, die eingehalten werden müssen.

Das Strafgesetzbuch sorgt dafür – und ein Heer von Richtern und Anwälten – dass dem Ungehorsamen, der die Abmachungen des Bundes nicht einhält, das Gut der Freiheit wieder entzogen wird: Gefängnis.

Bei Gott wird nicht Gefängnis angedroht, sondern – manchmal noch schlimmer – bei Gott ist es so, dass er uns unserem eigenen Tun und Lassen und den negativen Folgen überlässt. Und er stellt oft das Reden ein: Gott nicht mehr zu hören, und im Sumpf der eigenen Lüge zu stecken, rauswollen und nicht können, das ist schlimm.

 

Zurück zum Volk der Juden:

Gott lässt durch Mose, seinen Botschafter, ausrichten: haltet den Bund, so werdet ihr Könige und Priester werden, ihr werdet andere führen und anleiten. Auch wieder ein starkes Bild: die müden, abgekämpften einfachen Bauern, Hirten und Arbeiter sollen exzellente Berufe bekommen: Priester und Könige!

Der Gehorsame wird zum König gekrönt, der Treue wird zum Priester ordiniert.

Das ist die Bundeswürde: königlich und priesterlich!

 

Bisher war Mose allein so etwas wie König und Priester, oberster Chef und die rechte Hand Gottes – künftig, den Bundesgehorsam vorausgesetzt -, sollen die Juden überhaupt königlich und priesterlich für andere Völker sein. Eine globale Würde!

 

Natürlich sind die Israeliten immer wieder schuldig geworden, sodass Gott Grund genug gehabt hätte, seinen Plan hinzuwerfen und sich von seinem Heilsplan zu verabschieden. Er tut es aber nicht. Er hat sich schon einen neuen Bund ausgedacht, ein Bund, in dem die Treue Gottes ein- für allemal festgeschrieben wird – und dennoch der Gehorsam der Menschen nicht beliebig wird.

 

3. Der neue Bund und der Stachel der Feindseligkeit

 

Jetzt machen wir einen großen Sprung – 1200 Jahre später – in die Zeit Jesu.

Jesus sagte zB beim letzten Mal mit seinen Jüngern: Das ist der neue Bund in meinem Blut, das für euch vergossen wurde, das tut zu meinem Gedächtnis.

Der neue Bund besteht in Jesus, dem Messias. Das Kreuz ist das Bundeszeichen der ewigen Treue und Liebe Gottes. Und jeder der darauf sein Leben baut, der bekommt diese Würde eines königlichen Priesters.

 

In der Lesung hörten wir: (1.Petrus 2, 1-10):

V.9: Ihr aber seid das auserwählte Geschlecht, die königliche Priesterschaft, das heilige Volk, das Volk des Eigentums, dass ihr verkündigen sollt die Wohltaten dessen, der euch berufen hat von der Finsternis zu seinem wunderbaren Licht …

 

Jetzt wird die alte Geschichte für uns aktuell: Bin ich gehorsam, ehre ich diesen Gott, der so besonders an Israel gehandelt hat? (1948 Staat gegründet, der jetzt schon 57 Jahre besteht?..)

Ich frage hier nicht nur nach dem persönlichen Gehorsam, heute am Israeltag frage ich besonders nach unserem Verhältnis zu diesem besonderen, von Gott geheiligten Volk.

 

Ist es für uns das auserwählte Volk?

 

Auch wenn wir manches an der Tagespolitik Israels nicht gut finden, aber dieses Volk ist und bleibt Gottes auserwähltes Bundesvolk.

 

Woher kommt nun der Stachel der Feindseligkeit – dieser sog. ‚Antisemitismus’?

 

Zum einen ist die hervorgehobene Stellung Israels für viele provokativ: das von Gott ausgewählte Volk!, wie kann das sein?

 

Sie denken, warum nicht wir, warum nicht andere Völker? Warum gerade Israel?

 

Die Hetze gegen die Juden hat es schon in frühester Zeit gegeben:

 

In der frühen Christenheit hat man sich distanziert und gesagt: die Juden sind die Christusmörder! Dieses Klischee hat sich über Jahrhunderte gehalten und flammt heute immer wieder auf: eine Kollektivschuld an Christus. Die Juden werden pauschal zum Sündenbock gemacht.

 

Von Augustinus (4.Jhd.) kommt der Satz: Das wahre Bild des Hebräers ist Judas Ischariot, der den Herrn für Silberlinge verkaufte. Der Jude kann die Heilige Schrift niemals verstehen und wird auch ewig die Schuld am Tode von Jesus tragen.

 

Johannes Chrysostomus (4.Jhd.) wetterte in seine volkstümlichen Predigten gegen die Christusmörder und meinte: Die Synagoge ist ein Hurenhaus, ein Seelenverderb, eine Lasterstätte, das Teufelsasyl, die Satansburg, die Versammlung der Christusmörder. Gott hasst euch!..Wie ein gemästetes und arbeitsunfähiges Tier taugen die Juden nur noch für den Schlächter..’

 

Die Klischees wurden übernommen und in der Kirchengeschichte kultiviert, - auch von Luther, bis diese Einstellung im 3. Reich dann mit Perfektion umgesetzt wurde.

Im 3. Reich wurden die Juden wie die Ratten behandelt, die wie eine Seuche ausgemerzt werden mussten. Es wurde von der minderen Rasse gesprochen, dass ihr Erbgut die Gene der arischen Herrenmenschen schlecht machen würden. Ein Rassenhass der schlimmsten Sorte. 6 Millionen Juden wurden gründlich und systematisch ‚neutralisiert’. Eine furchtbare Menschenverachtung. Die Rede von dem Weltjudentum, das die Wirtschaft wie eine Krake aussaugt, ist noch an manchen Orten parat.

 

Als der Judenhetzer des 3.Reiches, Julius Streicher, in Nürnberg auf der Anklagebank saß, sagte er:

„Dr. Martin Luther säße heute an meiner Stelle auf der Anklagebank, wenn dieses Buch von der Anklagevertretung in Betracht gezogen würde. In dem Buch ‚Die Juden und ihre Lügen’ schreibt Dr. Martin Luther, die Juden seien ein Schlangengezücht, man solle ihre Synagogen niederbrennen, man soll sie vernichten…Genau das haben wir getan!“ (Zitate aus F.May, Israel zwischen Blut und Tränen)

 

Wenn ältere Leute oft keine Argumente mehr haben, bedienen sie oft noch die alten Klischees und es rutscht ihnen raus: Hätte Hitler damals ganze Sache gemacht, dann hätten wir heute den Nahostkonflikt nicht..

 

Die Existenz dieses winzigen Staates Israel wird immer Widerspruch hervorrufen.

 

Wichtig für uns ist aber zu wissen:

Jesus, unser Herr, war Jude – und ist bei aller Kritik an den Herrschenden seinem Volk mit Liebe und Sehnsucht begegnet. In der Geschichte mit der Frau am Brunnen sagt Jesus sogar – und meint damit auch sich – ‚Das Heil kommt von den Juden!’ (Johannes 4, 22)

 

Das sollten wir wissen: das Heil kommt von den Juden, es kommt von dem Juden Jesus Christus!

 

Der Apostel Paulus, der an anderen Stellen reichlich auf die Juden schimpfte (er selber ist ein Jude), weil sie die Christen verfolgt haben, schreibt aber im Römerbrief etwas Grundsätzliches gegen alle christliche Arroganz: Nicht du trägst die Wurzel, sondern die Wurzel trägt dich! (Römer 11, 18)

 

Was bleibt als unsere Aufgabe?

 

- Das Neue Testament vom Alten Testament her verstehen lernen

- Der aufkommenden Feindseligkeit des Antisemitismus widerstehen

- Erinnerung und Wachhalten unserer besonderen Geschichte (zB alte Synagoge Essen, oder 2711 Betonstelen in Berlin)

- Beten und einstehen für das Volk Israel – wie es etwa im Psalm 122 ausgedrückt ist.

 








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