Matthäus 11, 2-10; Maleachi 3,1.23-24; 3. Advent
Stichworte: Generationen, Johannes der Täufer
Predigttext: Matthäus 11, 2 – 10, Maleachi 3,1. 23-24
Jesus bestätigt Johannes den Täufer als Gottes Wegbereiter
(2) Johannes der Täufer war zu der Zeit im Gefängnis und hörte dort von den Taten Jesu Christi. Er schickte seine Jünger mit der Frage zu Jesus: (3) Bist du wirklich der Retter, der kommen soll, oder müssen wir auf einen andern warten?“
(4) Jesus antwortete: ‚Geht zu Johannes zurück und erzählt ihm, was ihr miterlebt habt: (5) Blinde sehen, Gelähmte gehen, Leprakranke werden geheilt, Taube hören, Tote werden wieder lebendig, und den Armen wird die frohe Botschaft verkündet. (6) Sagt ihm außerdem: Glücklich ist jeder, der nicht an mir zweifelt.‘
(7) Als die Jünger des Johannes gegangen waren, wandte sich Jesus an die Menschenmenge, die ihn umgab, und fragte: ‚Was habt ihr von Johannes erwartet, als ihr zu ihm in die Wüste hinausgezogen seid? Wolltet ihr ein Schilfrohr sehen, das von jedem Windhauch hin- und herbewegt wird? (8) Oder wolltet ihr einen Mann in vornehmer Kleidung sehen? Dazu hättet ihr in die Königspaläste gehen müssen! (9) Oder wolltet ihr einem Propheten begegnen? Ja, Johannes ist ein Prophet und mehr als das. (10) Johannes ist der Mann, von dem geschrieben steht:
‚Ich schicke meinen Boten voraus, der mein Kommen ankündigt und die Menschen darauf vorbereitet.‘ (Maleachi 3,1)
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Jesaja 40, 3 und 10: Es ruft eine Stimme: In der Wüste bereitet dem Herrn den Weg, macht in der Steppe eine ebene Bahn unserm Gott! ...Siehe, da ist Gott der Herr! Er kommt gewaltig, und sein Arm wird herrschen.
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Maleachi 3, 1: Der Herr, der allmächtige Gott, antwortet: ‚Ich schicke meinen Boten voraus, der mein Kommen ankündigt und die Menschen darauf vorbereitet. Noch wartet ihr auf mich, den Herrn, ihr wünscht euch meinen Boten herbei, der meinen Bund mit euch bestätigt. Er ist schon unterwegs!
Maleachi 3, 23-24: Ich sende euch den Propheten Elia, bevor der große und schreckliche Tag kommt, an dem ich, der Herr, Gericht halte. Er wird das Herz der Eltern den Kindern zuwenden und das Herz der Kinder den Eltern. Er wird beide miteinander versöhnen..‘
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Predigtgedanken:
1. Nehmen wir den roten Faden von Verheißung und Erfüllung wahr?
2. Wie können wir heute Wege für Gott vorbereiten?
3. Ein Meßpunkt: Wie ist das Verhältnis zwischen den Generationen?
Liebe Gemeinde,
Nehmen wir den roten Faden von Verheißung und Erfüllung wahr?
Um die Bibel besser zu verstehen, muss man die Beziehung zwischen Verheißung und Erfüllung verstehen.
Wenn wir den Zusammenhang zwischen Verheißung und Erfüllung sehen, dann staunen wir über den großartigen Plan Gottes, den er mit uns hat.
In manchen Gegenden Deutschlands nennt man beim Essen die kleinen Löffel die ‚kleinen Propheten‘ – sie weisen auf etwas hin, was noch nicht da ist. Es ist alles gedeckt, aber der leckere Nachtisch ist noch nicht da, jedoch: die ‚kleinen Propheten‘ in Form dieser Löffelchen sind da. Beim Essen stellt man sich drauf ein, dass es als Nachgang noch was Süßes gibt.
Im Alten Testament gibt es auch die sog. ‚kleinen Propheten‘. Sie prophezeien in Bildern, Vergleichen, Gleichnissen Dinge, die Gott einmal tun wird, - Dinge, die in der Weltgeschichte noch kommen werden.
Der letzte kleine Prophet im Alten Testament war Maleachi (= mein Bote), ca. 400 Jahre vor Christus. Er greift ein Thema auf, das vor ihm andere Propheten schon gesagt hatten. Der letzte große Tag, an dem Gott kommt. Der Advent Gottes.
Vor Maleachi, ca. 400 Jahre vorher, lebte ein sehr bekannter Prophet: ein sog. ‚großer‘ Jesaja.
Er prophezeite, dass einmal Gott wie im Triumphzug durch die Wüste nach Jerusalem kommt. Die Berge würden erniedrigt, die Täler aufgefüllt – denn für diesen Gott und König müssen alle krummen und holprigen Wege schön grade werden. Sozusagen ein roter Teppich für den triumphalen Einzug.
Seine Kernbotschaft lautet: ‚Bereitet dem Herrn den Weg, denn siehe, er kommt gewaltig!‘, das ist der Wochenspruch für die Woche nach dem 3. Advent. Das also die Verheißung von Jesaja.
Und – wie gesagt, dann kommen eine Menge weiterer Propheten in der Bibel – und dann als letzter Prophet Maleachi, der auch vom letzten großen Tag, von dem Advent Gottes, von Gottes Ankunft spricht. Er sagt: Wenn Gott kommt, dann schickt er einen Vor-läufer, einen Weg-bereiter, einen Boten.
Dieses Bild wird sofort verstanden.
Denn kein König kommt einfach so, - sondern da ist eine Menge Vorbereitung vorher, auch heute bei unseren Königen, Präsidenten, Kanzlern. Da kommen Ankündigungen, dann kommen Vorbereiter, Weg-bereiter, dann kommt die sogenannte Eskorte: Polizei, Bodyguards, Presse und dann erst kommt die wichtigste Person.
Auch in unserem Leben wird also die Ankunft einer sehr wichtigen Person durch Boten angekündigt und vorbereitet.
Nach Maleachi kam dann nichts mehr – 400 Jahre tote Hose. Kein Prophet, der ernstzunehmen war. Keine Verheißung. Schweigen Gottes. Merkwürdig, sagten die Leute: Hat Gott uns denn vergessen?
Aber dann, mit Johannes dem Täufer, dem seltsamen Asket und Bußprediger in der Wüste, wachte die Erwartung neu auf.
Man kann es etwas vergleichen mit unserer Geschichte: Seit Martin Luthers Reformation vor ca. 450 Jahren plätscherte die evang. Kirchengeschichte so dahin. Und wenn jetzt wieder ein Mann von der Bedeutung Luthers käme, dann würde plötzlich wieder neues Feuer entfacht.
Johannes der Täufer hat das Volk wieder wach gemacht.
Und sie pilgerten in Scharen hinunter an den Jordan, ließen sich ins Gewissen reden, taten Busse, und zum Zeichen ihrer Veränderung, ließen sie sich taufen.
Und bei denen, die in der Schlange zum Taufen anstanden, war auch Jesus.
Er hatte es nicht nötig, Busse zu tun - dennoch ließ er sich taufen.
Und beim Taufen hatte Johannes eine blitzartige Erkenntnis, dass eben dieser Jesus aus Nazareth von Gott als Messias geschickt worden ist, darum ruft er aus: „Siehe, das ist Gottes Lamm, das der Welt Sünde trägt!“
Aber später kamen dann doch die Zweifel an diesem Messias – die Volksbewegung, die Bußbewegung war zu Ende, denn Johannes wurde von dem König Herodes ins Gefängnis gesetzt. Denn Johannes war mit der Wahrheit zu deutlich.
Er sagte, dass die Ehe des König Herodes vor Gott nicht in Ordnung ist. Darum wurde er ins Gefängnis geworfen.
Jetzt, im Verließ, hinter Gittern, kam die eigentliche Not: Ist denn dieser Jesus, der jetzt verkündigt, dem jetzt das Volk nachläuft, ist er wirklich das, was ich damals sagte: Lamm Gottes? Ist er der Messias, von Gott geschickt, uns zu retten?
„Ich sehe die gleiche Politik der Unterdrückung und Menschenverachtung wie früher, warum hat Jesus mit seiner Macht da nichts getan? Warum zettelt er nicht eine kleine Revolution an, oder nutzt zumindest den Volkszorn gegen Herodes und die Römer, um wenigstens für sich so eine kleine Hausmacht zu schaffen?“
Zweifel und Fragen. Und einige von den Freunden des Johannes wurden beauftragt, bei Jesus nachzufragen:
‚Bist du wirklich der Retter, der kommen soll, oder müssen wir auf einen andern warten?‘ (V.3)
Jesu Antwort wieder nur zeichenhaft, - das kann nur verstehen, wer etwas die Bibel und die Verheißungen kennt. Von dem Retter heißt es nämlich, dass das die Erkennungszeichen sind: Blinde sehen, Gelähmte gehen, Taube hören, Tote stehen auf.. Genau auf diese Verheißung aus früher Zeit bezieht sich Jesus.
Er sagt also nicht: Ich bin’s, sondern er nennt die messianischen Merkmale.
Wahrscheinlich hätte es auch nicht geholfen, wenn er gesagt hätte: Ich bin’s.
Was jetzt aber für uns heute noch wichtiger ist:
Jesus belehrt die umstehenden Leute über die Person Johannes. Er beglaubigt Johannes und fordert die Leute heraus: sie sollten nicht nur Zuschauer bleiben, sondern ihn als Propheten ernst nehmen, d.h. sie sollten sich vorbereiten.
Jesus bestätigt ausdrücklich Johannes als Vorläufer und Vorboten.
Er ist der sog. ‚Elia‘, der wie Elia damals aufruft zur Vorbereitung.
Johannes Wirken ist die Erfüllung einer Verheißung dieses kleinen Propheten Maleachi einige hundert Jahre vorher.
Jesaja – Maleachi – Johannes – Jesus: das ist nur ein Beispiel eines roten Fadens von Verheißung und Erfüllung durch die Bibel. Es gibt noch andere rote Fäden, an denen erkennbar wird: Jesu Kommen ist nicht einfach so hopplahopp, es ist wohl geplant, es ist mit Ankündigung und Vorbereitung verbunden.
Gott macht Geschichte. Wenn Gott der Herr kommt, sendet er Vorboten und will unsere Vorbereitung.
Mit Jesu Kommen ist unsere Weltgeschichte brisant, aktuell, brennend geworden.
Denn Jesus der Retter ist jetzt da! Angekündigt ist er – dennoch ist seine Art mit einem Schleier umgeben.
Von ihm haben wir viele Geschichten, viele Worte, viele Aufträge – und auch eine neue Verheißung, die wieder nach vorne zieht: sein Wiederkommen am letzten großen Tag.
Jesus ist gekommen und wird wiederkommen – und dann wird alles eingelöst, was noch an Verheißungen aussteht. Dann ist der Schleier für alle aufgehoben.
Und von uns will er jetzt vorbereitete Herzen vorfinden.
2. Wie können wir uns heute vorbereiten?
Ich nenne einige Stichworte:
A - Äußerlich und innerlich aufräumen.
Was ein unaufgeräumtes Zimmer ist, das ist euch Konfis und den Eltern wohlbekannt.
Man empfängt keinen hohen Besuch in einem Zimmer voller Chaos.
Man ist nicht vorbereitet, wenn das Herz gefüllt ist mit chaotischem Durcheinander
Das Leben soll in Ordnung kommen.
Gott gab Regeln für ein gutes Zusammenleben, die 10 Gebote.
B -eine Erwartung haben.
Gott kann da nicht kommen, wo ihm die Tür nicht geöffent wird.
Macht hoch die Tür, die Tor macht weit... Seid empfangsbereit.
Es gibt Morgenmuffel, die früh überhaupt nicht richtig da sind, sie schleppen sich so aus dem Bett, halb benommen gehen sie ins Büro oder in die Schule – und irgendwie sind sie nicht richtig da.
Gott will uns nicht so veschlafen, muffelig antreffen, sondern mit einer wachen Erwartung.
C - Trennungen überwinden
Wo wir Hass aufeinander haben, Bitterkeiten sich auftut, jeder auf den andern schimpft und den andern nicht wertschätzt
Wo ein nebeneinanderher leben ist, jeder für sich in seiner Gruppe
Wo in Familie oder Gemeinde Junge und Alte nebeneinander her leben,
sich nicht achtend, teilweise ver-achtend
Wo Schüler immer auf die Lehrer schimpfen und die Lehrer immer auf die Schüler.
Wo man auf ‚die andern‘ immer schimpft – auf das andere Volk, die andere Gruppe
Der Tragödie am Gutenberg-Gymnasium in Erfurt im April diesen Jahres war die brutale Spitze eines Eisbergs.
Die verächtliche Haltung vieler Schüler gegenüber den Lehrern hat sich in der Wahnsinns-tat der gezielten Ermordung von Lehrern ein Ventil gesucht.
Genauso ist es in unserer Gesellschaft mit anderen Autoritäten, mit Polizei, Politikern – die am laufenden Meter abschätzig behandelt werden.
Haben wir ein Gespür dafür, was andere Berufsgruppen, Volksgruppen, Gemeindegruppen für uns tun? Haben wir dafür mal gedankt?
Nach der Tat von Erfurt hatten sich an einer anderen Schule einige junge Christen zusammengetan, um eine Aktion zu starten, in der man den Lehrern ‚Danke‘ sagen konnte.
Alle versammelten sich in der Aula, Lieder gegen Gewalt und für die Versöhnung wurden gesungen, - dann wurden die Lehrer nach vorne gerufen. Sie bekamen eine Karte des Dankes und dabei die Unterschriften der Schüler. Die Lehrer waren dermaßen überwältigt, sie haben sich hinterher bedankt – einige konnten nicht einmal ‚Danke‘ sagen, weil sie so weinten.
Das ist Wertschätzung, wie es Gott will. Trennungen überwinden – ein messianisches Vorzeichen von Gottes neuer Welt.
Oder zB die Überwindung der Trennungen zwischen Deutschland und Rußland.
Nachdem vor einigen Jahren einige christliche Gruppen nach Rußland gefahren sind, um in öffentlichen Gottesdiensten die russische Bevölkerung um Vergebung für das von Deutschen zugefügte Leid zu bitten, werden auf dem ersten ökumenischen Kirchentag in Berlin (Mai) russische Christen ebenfalls ihrerseits die Bitte um Vergebung aussprechen für das Leid, das russische Soldaten auf ihrem Vormarsch der deutschen Bevölkerung angetan haben.
Ein Zeichen der Versöhnung und Überwindung alter Trennungen, von der früheren Generation überkommen.
Maleachi hat in seinem letzten Vers (überhaupt der letzte Vers im Alten Testament) eine weitere Trennung angesprochen: die Trennung zwischen den Generationen.
Und er sagt: Der Bote, der kommt, der Vorbereiter und Wegbereiter, der wird dem Messias einen Weg bahnen mit versöhnten Generationen. Mit Söhnen und Vätern, die einander zugetan sind.
Mit Eltern und Kindern, deren Herzen füreinander offen sind.
‚Der Prophet ‚Elia‘.. wird das Herz der Eltern den Kindern zuwenden und das Herz der Kinder den Eltern. Er wird beide miteinander versöhnen.‘ (Mal. 3,24)
Luthertext: ‚Er soll das Herz der Väter bekehren zu den Söhnen und das Herz der Söhne zu ihren Vätern..‘
Ich möchte in einem dritten Gedanken diesen Meß-Punkt hervorheben:
3. Wie ist unser Verhältnis zwischen den Generationen, zwischen Alt und Jung?
Meist spricht man vom ‚Generationskonflikt‘ und setzt schon immer den zwangsläufigen Konflikt voraus.
D.h. wenn sich Kinder und Eltern nicht verstehen, dann ist es eben so, - ist fast normal.
Diese Trennung wird einfach hingenommen.
Die Jungen sind eben anders, die Alten sind anders.
Und die Alten meckern dauernd an den Jungen herum,
und die Jungen sprechen abfällig den alten Knackern.
Muss das so sein?
Nein, Gott will, dass diese Trennungen überwunden werden (vgl. 4. Gebot).
Das Hinwenden, Hinkehren, ja ‚Bekehren‘ der Herzen zueinander, das ist ein messianisches Vorzeichen und Zeichen.
Jemand sagte mal, er hätte den Eindruck dass hier zwei Gemeinden seien, die Jugend für sich unten, und die Erwachsen für sich hier oben.
So soll es eben nicht sein. Gott will, dass Alt und Jung sich schätzen, dass Trennung überwunden wird.
Einige Jugendliche unserer Gemeinde waren am 1. September auf einem Treffen, das sich Joe’s Call (Joel’s Ruf) nannte. Das war ein nationaler Gebets- und Fastentag in Hannover.
Die Idee kam aus Washington, wo am 1. Sept. 2000 besonders Jugendliche zu Tausenden (fast eine halbe Million) kamen, um für die Nation Busse zu tun.
In Hannover wurde für den 2. Weltkrieg (vor 63 Jahren begonnen), für die Konsumgesellschaft, für die deutschen Schulen und eben auch für die Versöhnung zwischen den Generationen gebetet (vgl. BOTE vom Nov./Dez.2002)
Was für eine Kraft würde neu entstehen, wenn Alt und Jung an verschiedenen Stellen gemeinsame Sache machen.
Der unselige Kreislauf der Selbstbestätigung unter Gleichgesinnten würde unterbrochen.
Der Versuchung der Alten, dass sie immer nur von früheren Zeiten schwärmen und mit ihren festgelegten Meinungen die Jugendlichen skeptisch prüften, würde gestoppt.
Das Aufbegehren der Jugend, die schnell den Alten reaktionäres Verhalten und Betonkopfmentalität unterstellt, würde konstruktiv, wenn sich die Herzen der Kinder wieder zu den Alten zuwenden würden.
Ich weiß, wenn uns Gott anrührt, dass wir auf den andern zugehen sollten, dann müssen wir ganz schön tapfer sein....
Zu Mark Twain kam eines Tages ein Sechzehnjähriger und sagte:
„Ich verstehe mich mit meinem Vater nicht mehr. Jeden Tag gibt es Streit. Er ist so rückständig. Was soll ich bloß tun?“
Mark Twain überlegte kurz und sagte dann:
„Mein Freund, ich kann dich gut verstehen. Als ich 16 Jahre alt war, war mein Vater genauso ungebildet. Aber man muss etwas Geduld mit ihm haben. Nach zehn Jahren, als ich 26 war, hatte er so viel dazugelernt, dass man sich schon ziemlich vernünftig mit ihm unterhalten konnte. Und, ob du’s glaubst oder nicht – heute, mit 36, frage ich meinen alten Vater, wenn ich keinen Rat weiß. So hat er sich geändert.“
Im Lauf der Zeit lernt man den andern schätzen. Man meint, der andere (Vater) hat sich geändert, aber eigentlich hat man sich auch selber geändert. Man hat sich aufeinander zubewegt.
Die Schätze der Lebensweisheit kommen dem Sohn zugute.
Und – ich nehme mal an – die Schätze der Jugend auch dem alten Vater.
-Was schätzen wir an der Generation unter uns, über uns?
-Wie können wir – Alt und Jung – Eltern und Kinder – einander dienen?
-Haben wir es erlebt, wie schön es ist, miteinander einig zu sein, oder miteinander vor Gott zu stehen, füreinander einzustehen, oder miteinander in dieser Gemeinde zu sein?
Ich habe einige Leute zu diesem Thema befragt und sie zu einer kleinen Stellungnahme gebeten:........